MERKMALE DER BILDUNG ZUSAMMENGESETZTER ORONYME
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Dalia Kačinaitė
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Published 2026-01-28
https://doi.org/10.15388/Baltistica.43.2.1242
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Keywords

onomastika
oronimai

How to Cite

Kačinaitė, D. (tran.) (2026) “MERKMALE DER BILDUNG ZUSAMMENGESETZTER ORONYME”, Baltistica, 43(2), pp. 275–288. doi:10.15388/Baltistica.43.2.1242.

Abstract

Der Beitrag gibt einen Überblick über die Wortbildungsanalyse zusammengesetzter Oronyme, welche die umfangreichste Gruppe aller Oronyme im Litauischen bilden.

Nach dem Grad der Transparenz unterscheidet man zwei Gruppen von Oronymen: transparente Oronyme und semitransparente Oronyme.

In der Wortbildungsanalyse der ersten Gruppe geht die Semantik der Oronyme aus der Semantik der Grundmorpheme hervor. Die morphematische Struktur unterscheidet sich jedoch von jener der Grundmorpheme. Mit anderen Worten: Es handelt sich also um solche Bildungen, die semantisch und formal von den zugrunde liegenden Wörtern abhängig sind. Bei diesen Zusammensetzungen gelten uneingeschränkt die Hauptprinzipien der appellativischen Zusammensetzung.

Die zweite Gruppe stellen semitransparente Zusammensetzungen dar. Bei dieser Gruppe ist eines der Grundmorpheme nicht transparent. Solche zusammengesetzten Oronyme sind semitransparent, weil lediglich das Grundwort transparent ist. Das heißt, die Hauptprinzipien der appellativischen Zusammensetzung gelten nur begrenzt, da die Wortbildungsanalyse der Oronyme dieser Gruppe nicht den Forderungen entspricht, die an die synchrone Wortbildungsanalyse gestellt werden. Außer der morphematischen Gliederung ist eine weitere Wortbildungsanalyse solcher zusammengesetzten Oronyme kaum möglich.

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