Apelatīvi un toponīmi ar -ēj-, -ij- un -ien- Kurzemē
Articles
Benita Laumane
LZA Valodas un literatūras institūts
Published 2026-01-28
https://doi.org/10.15388/baltistica.0.3.1.891
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Keywords

onomastika
Kuržemė

How to Cite

Laumane, B. (tran.) (2026) “Apelatīvi un toponīmi ar -ēj-, -ij- un -ien- Kurzemē”, Baltistica, 25(-), pp. 147–160. doi:10.15388/baltistica.0.3.1.891.

Abstract

APELLATIVA UND ORTSNAMEN AUF -ēj-, -ij-, -ien- IN KURLAND

Zusammenfassung

Das dialektale und toponymische Material erweitert Vorstellung von der Verbreitung sekundärer Adjektive mit Suffix -ēj- und -ij- im Lettischen. Von Substantiven, seltener auch von Adjek­tiven abgeleitete Adjektive mit Suffix -ēj-, die eine Fülle von etwas bezeichnen (vgl. salējs ‘sal­zig’, malējs ‘lehmig’ u. a.), sowie ihre substantivierten Formen werden nicht nur in den östlichen Mundarten Lettlands und im nördlichen Teil Kurlands (hier in der Regel -ej-), sondern auch in den südlichen Mundarten Kurlands gebraucht. Analogische Orts- und Personennamen mit Suffix -ej- sind auf dem Territorium Kurlands in Quellen aus dem 16.–19.Jh. fixiert. Demzufolge scheint die Frage nach eventuellem Vorhandensein des entsprechenden Suffixes -ej- auch im Preußischen angebracht.

Ein charakteristisches Formans der Ableitung von Apellativa und Ortsnamen ist in den südwestlichen Mundarten Kurlands auch das Suffix -ij- (vgl. sālijs ‘salzig’, mālijs ‘lehmig’ u. a.); ihrer Bedeutung nach sind diese Ableitungen synonym zu Suffixbildungen mit -ēj- (-ēj-)Bei ei­ner Reihe von substantivierten Formen (bei nomina loci und Toponymika) erfährt das Suffix -ij- die Bedeutung eines pluralischen Sammelbegriffes. Die ältesten Ortsnamendaten des 13.-16. Jh. auf dem kurischen Territorium Lettlands und Litauens reflektieren ebenso das Suffix -ij-. Auf seine besondere Produktivität im westlichen Areal der baltischen Sprachen deuten Apellativa und Gewässernamen des westlichen Litauens hin, die das kurische und preußische Areal verbinden (vgl. z. B. preuß. Warnye).

Mit Hilfe des Suffixes -ien- sind von Substantiven, seltener von Adjektiven Apellativa gebil­det ; in der Regel werden Ableitungen für die Bezeichnung eines Ortes gebraucht, dem das in der Wurzel des Wortes Genannte charakteristisch ist (vgl. z. B. avuotiens ‘quellenreiche Gegend’, avuots ‘Quelle’, egliens ‘Tannengehege’, egle ‘Tanne’, sausiens ‘trockene Gegend’, sauss ‘trocken’). Solche Apellativa mit Suffix -ien- (bei der Mehrheit von Beispielen zeigt -ien- pluralische Sammel­begriffe an) kommen fast im ganz Kurland vor: ihre Produktivität bezeugen auch Ortsnamen die­ses Gebietes. Apellativa und Ortsnamen auf. -iena, -iene, -iens haben nahe strukturelle und seman­tische Analogie zu entsprechenden Ableitungen in den östlichen Mundarten Lettlands und im Li­tauischen wie auch zu Ortsnamen mit Suffix -ein- im Preußischen.

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