Zur Methodik der kontrastiven Lexikologie am Beispiel des Makrofeldes Vertiefung im Litauischen and Deutschen
Articles
Daumantas Katinas
Published 2007-01-01
https://doi.org/10.15388/Klbt.2007.7565
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How to Cite

Katinas D. (2007) “Zur Methodik der kontrastiven Lexikologie am Beispiel des Makrofeldes Vertiefung im Litauischen and Deutschen”, Kalbotyra, 570, pp. 122-131. doi: 10.15388/Klbt.2007.7565.

Abstract

In dem vorliegenden Beitrag wird der Versuch unternommen, mit Hilfe einer relativ neuen Methodik der kontrastiven Lexikologie die problematische Frage, ob eine vollständige kontrastive Lexikologie möglich ist, zu beantworten. Aus diesem Forschungsziel ergeben sich folgende Aufgaben: Die aktuellsten Probleme der kontrastiven Lexikologie hervorzuheben, den Zweck sowie die Hauptaufgaben der kontrastiven Lexikologie kurz zu skizzieren und die neu entwickelte Methodik durch die semantische Analyse des lexikalischen Makrofeldes Vertiefung zu veranschaulichen. Als Ausgangspunkt der Forschung dient die semantische Analyse des lexikalischen Makrofeldes Vertiefung im Litauischen und im Deutschen, wobei 2086 Lexeme (darunter 1099 litauische und 987 deutsche Lexeme) ausgewählt, gruppiert und semantisch analysiert werden. Unter dem Oberbegriff Vertiefung stehen die Lexeme, die als Opposition zum Begriff Erhöhung gelten. Unter dem Begriff Vertiefung versteht man in diesem Zusammenhang all die Gegenstände, die nicht über dem Meeresspiegel liegen (Niederung, Ebene, Ufer, Grube usw.). Somit wird versucht, einen Beitrag zu den bestehenden lexikographischen Untersuchungen zu leisten.

Für ein derartig angelegtes Forschungsvorhaben spricht vor allem der Grund, dass in vielen mehrsprachigen lexikographischen Quellen als 1:1-Entsprechungen auch solche Lexeme angeführt werden, deren semantische Merkmale sich zuweilen voneinander unterscheiden. Dies bereitet sowohl den Fremdsprachenlernenden als auch den Fachübersetzern manche Schwierigkeiten. Bei der Zusammenstellung eines zweisprachigen Wörterbuchs bedürfen diese Lexeme einer eingehenderen semasiologischen Analyse, und um diese angemessenerweise durchzuführen, ist eine spezielle Methodik der kontrastiven Lexikologie erforderlich.

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